Gesundheit


Nur wenn ein Organismus gesund ist, kann er mit den tagtäglichen Umweltbedingungen und Anforderungen, die an ihn gestellt werden auf normalen Wege fertig werden. Viele Rassen haben im Laufe der Zeit durch Überzüchtung, Inzucht und einigen anderen Faktoren erbliche und körperliche Schädigungen erlitten, sodass seriöse Züchter sich heutzutage wieder mehr auf den Einsatz von wirklich gesundheitlich einwandfreien Tieren konzentrieren und durch gezieltes Screening einen Ausschluss krankhafter Tiere von der Zucht vornehmen.

Nun kann man zum Glück sagen, dass der Sheltie im Vergleich zu anderen Rassen an sich eine recht gesunde Rasse ist, - aber dennoch, oder besser gerade deswegen darf das Screening und die Kontrollen der aktuellen Zuchtbestände nicht vernachlässigt werden. Folgend nun ein kurzer Abriss relevanter Erkrankungen, die bei der Zucht und im Alltag für den Sheltie durchaus Thema sein können.

CEA - Collie Eye Anomaly
CEA heißt übersetzt ins Deutsche so viel wie "Collie Augen Anomalie" und ist eine erblich bedingte Krankheit, die den Augenhintergrund betrifft. Sie kommt gehäuft bei collieartigen Rassen vor, wie bei den Rough und Smooth Collies, den Shelties, Bearded Collies, Border Collies, Aussies usw.. Dabei können vielfältige Defekte an Aderhaut (Chorioidea), Netzhaut (Retina) und der Lederhaut (Sklera) auftreten. CEA wird rezessiv vererbt und man unterscheidet genotypisch folgende Typen: normal (zwei gesunde Allele, CEA frei), carrier (ein gesundes und ein defektes Allel, phänotypisch also frei, aber dennoch vererbt ein carrier Hund potentiell CEA) und schließlich affected (hierbei handelt es sich um reinerbig CEA betroffende Hunde). Hunde mit CEA können im fortschreitendem Alter und je nach Schwere der CEA Beeinträchtigungen im Sehvermögen aufweisen.
Eine ophtalmoskopische Untersuchung auf CEA des Augenhintergrundes macht nur bei Welpen im Alter zwischen 6 und 8 Wochen Sinn, da es bei älteren Tieren - auch wenn sie homozygot für CEA sind - nicht mehr möglich ist, gesunde von betroffenen Tieren zu unterscheiden. Absolute Gewissheit erhält man aber höchstenfalls über einen korrekt durchgeführten DNA-Test (Optigen-Test).

Lyra ist zusammen mit ihren Geschwistern in der 7. Lebenswoche bei einem fachkundigen Ophtalmologen auf CEA untersucht worden und die gesamte Wurfstärke ist als CEA frei eingestuft worden.

Katarakt
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PRA - Progressive Retina Atrophy
PRA wird autosomal rezessiv vererbt und bezeichnet Veränderungen an der Netzhaut, die fortschreitend zunehmen und letztlich immer zur Blindheit des Tieres führen. Dabei degenerieren die Stäbchen und Zapfen auf der Netzhaut aufgrund einer stoffwechseltechnischen Unterversorgung. Die Sinnenszellen, die für das Hell-Dunkel und das Farbensehen verantwortlich sind und durch Umwandlungen und Weiterleitung der Reize zum Gehirn unerlässlich für die Sehkraft sind, stellen nach und nach ihre Funktion ein. Erste Anzeichen einer PRA treten durch Nachtblindheit und später auch in Form von Sehschwäche bei Helligkeit auf - letztlich bis hin zur vollendeten Erblindung. Häufig gehen mit PRA auch sekundäre Veränderungen am Auge einher, wie die Trübung der Linse, die schließlich zum Katarakt führt. PRA ist nicht heilbar und kann auch nicht medikamentös behandelt werden. Einige Tierärzte verordnen Medikamente um sekundären Erkrankungen am Auge, wie Glaucom vorzubeugen. Die zunehmende Degeneration der Sinneszellen ist für den Hund kein schmerzhafter Prozess, durch die zunehmende Erblindung zeigen jedoch viele Hunde vermehrte Unsicherheit und Aggression anderen Hunden gegenüber.

MDR1-Defekt
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HD - Hüftgelenksdysplasie
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