Der kleine Kobold mit den Kippohren ...
Wenn man sich jahrelang vorstellt, wie es sein wird seinen eigenen Hund zu haben,
bekommt man mit der Zeit und den vielen Recherchen nach der richtigen Rasse doch eine recht
genaue Vorstellung von dem, was man 'später' gerne haben möchte. Sowohl Optik, als auch
gewisse Characktereigenschaften spielen eine wichtige Rolle. Ich habe sehr viel
Zeit damit verbracht, die "perfekte" Rasse, die zu mir und meinen Lebensumständen passt,
zu finden und bin heute glücklich, dass ich zweifellos die richtige Wahl getroffen habe!
Warum ein Sheltie
Lyra ist eine Shetland Sheepdog Hündin - warum ein Sheltie? Ich persönlich finde sie
wunderschön (wenn auch ich kein Freund von Fellbomben bin) und ich finde durch ihre
Intelligenz, Sensibilität, Größe, Agilität, Gesundheit und ihren koboldhaften Charme
sind sie einfach in rundum allen Belangen unwiderstehlich ;-) Es war mir wichtig eine Rasse zu wählen, die
man geistig auslasten muss und welche leicht zu motivieren ist, aber dennoch keine Ausprägungen
eines hyperaktiver Workaholicers hat.
Der richtige Züchter
Im Internet habe ich mich dann gezielt - zusammen mit meiner Freundin Desi - auf die
Suche nach Sheltiezüchtern gemacht und Emails verschickt. Unter anderem nahmen wir
auch Kontakt zu Michaela Böcker aus Peine auf und machten einen Besuchstermin aus.
Nach dreieinhalb Stunden Fahrt verbrachten wir einen wunderschönen Nachmittg bei Familie
Böcker und ihren Hunden und wir fühlten uns gleich sauwohl dort - da stand fest, aus
dieser Zuchtstätte sollten unsere zukünftigen Hunde kommen :-) Noch bevor die Welpen
geboren waren, standen wir auf der Interessentenliste und bis die Welpen endlich
da waren, vergingen noch wirklich nervenaufreibende Wochen :-))
Ich wünschte mir so sehr eine tricolorfarbene Hündin und konnte es kaum glauben, als
in Raycas Wurf tatsächlich eine dabei war! Und ja, diese Hündin war Lyra! Dank Michaelas
Homepage konnte ich ihre Entwicklung wöchentlich mit Bildern verfolgen und so ihre rasante
Entwicklung vom "Meerschwein" zum "Hund" ganz nah miterleben. Als Lyra (Bona Dea) sechs
Wochen alt war, haben Desi und ich die Züchter und ihre zwei Würfe besucht. Wieder ein
wundervoller Tag und ich konnte mich von der Kleinen kaum losreißen, - hätte sie am liebsten
gleich eingepackt. Schon an diesem Tag zeigte Lyra, was sie für ein kleiner frecher
Feger sie war und wie sie sich mit ihren Brüdern raufen konnte :-))
Endlich bei uns
Am 16.08.09 holten wir die kleine Maus dann endlich ab und sie übertrifft einfach
in allem meine Erwartungen, - sie ist eine wirklich selbstbewusste und souveräne
Maus und hat in punkto Reserviertheit, den ihre Rasse betreffenden Standard wohl nicht
gelesen - denn von einer sheltietypischen Reserviertheit fremden Menschen und Dingen
gegenüber hat sie wohl noch nie etwas gehört *grins*
Sie lernt sehr schnell und überrascht mich täglich mit ihrer Auffassungsgabe - manche
Tricks bietet sie sofort von alleine an und wiederholt diese auch nach einmaliger
Ausführung, sodass ich manchmal einfach nur da sitzen kann und staune. Sie ist ein
Wirbelwind und lange Kuscheleinheiten auf dem Schoß findet sie öde und langweilig -
genauso wie planlos auf dem Arm durch die Gegend getragen zu werden, wo sich doch
unten auf dem Boden das Leben abspielt. Das soll nicht heißen, dass sie keine Kuscheleinheiten
mag, aber wenn dann bitte abends in gediegener Atmossphäre :-))
Da sie rotzfrech sein kann, nenne ich sie mittlerweile auch Hexe und Gremlin, was
wirklich zutreffend ist ;-) Eine kleine smarte, schüchterne Sheltiemaus ist sie
jedenfalls nicht, sondern eine kleine Draufgängerin, die trotz allen Selbstbewusstseins
ein angenehmes Temperament hat und hier im Haus bisher auch alle Gegensände heil
gelassen hat und sich brav mit ihrem Spielzeug zufrieden gibt.
Zwischen Genie und Wahnsinn
Update (11.11.2009) Lyra entwickelt sich immer mehr zu einer wunderschönen
Junghündin und mittlerweile kann ich mir kaum vorstellen, wie mein Leben vorher ohne
sie ablaufen konnte ... und das, obwohl sie noch nicht mal ganz drei Monate bei mir ist.
Doch diese kurze Zeit reicht völlig, um mich ihr verbunden zu fühlen. Lyra liegt
zwischen Genie und Wahnsinn. Ihre schnelle Auffassungsgabe und Intelligenz lässt
sie neue Dinge extrem schnell lernen und so macht das Training mit ihr immer sehr
viel Spaß. So souverän und selbstbewusst sie ist, so groß ist auch ihre Angst, sie könne
irgendwas verpassen. Ich kann kaum einen Schritt ohne sie machen - gehe ich nur mal kurz
aus dem Raum, um etwas zu holen, so ist sie gleich an meiner Seite, egal ob sie vorher
noch tief und fest in einer Ecke geschlafen hat. Sind wir unterwegs, bei Freunden
oder Familie zu Besuch, so fällt es ihr schwer, einfach abzuschalten und sich irgendwo
hin zu legen - Lyra ist nicht nur dabei, sondern auch immer mittendrin ;-) Aus diesem
Grund muss ich häufig dafür sorgen, dass sie wieder einen Gang runterfährt. Auch deswegen
machen wir zur Zeit vermehrt Übungen, bei denen es darum geht - nichts - zutun,
oder einfach mal am Hundeplatz am Rand zu sitzen und den anderen bei der Arbeit zuzuschauen,
was für Lyra eine echte Geduldsprobe ist :-) Lyra ist meine ganz persönliche Droge und
wenn ich sie nur anschaue geht mir das Herz auf und ich würde sie am liebsten permanent drücken
und kuscheln, wenn ich nicht wüsste, dass sie davon eh nur total genervt ist *grins*
Wie sie zu ihrem Namen kam
Lyra heißt in den Papieren "Owl Town's Bona Dea" - sie stammt aus einem B-Wurf und
Bona Dea übersetzt heißt soviel wie "Gute Göttin". Da "Bona Dea" zum Rufen eher ungeeignet
ist, war ich auf der Suche nach einem schön klingenden Namen. Eines Abends machten
wir einen Familien-DVD-Abend und schauten "Der goldene Kompass" und da fragt mich meine
Mama: "Warum nennst du sie nicht Lyra?". Lyra, so heißt das kleine Mädchen, in der
Geschichte, die sich um die verloren gegangenen Kinder handelt. Ich mag Fantasy-Geschichten
und der Name gefiel mir. Nun heißt sie also Lyra (sprich Leira, nicht Lüra) und sie
wird von Tag zu Tag schöner - meine kleine Prinzessin!