... der Hang zur Perfektion


Obedience ist ein Hundesport, den ich als "Pferdemensch" gerne mit der im Pferdesport bekannten "Dressur" vergleiche. Während es im Springen eher um schnelle Zeit und wenig Hindernisfehler geht (hier stelle ich mal eine direkte Parallele zum Agility bei Hunden her *grins*), gibt es in der Dressur Punkte für eine möglichst harmonische Absolvierung anspruchsvoller Lektionen. Das lässt sich ohne weiteres auf Obedience übertragen!



Im Obedience geht es also um Unterordnung, die aber in allen Punkten möglichst korrekt und fehlerfrei ausgeführt werden muss. Während der Fußarbeit soll der Hund eng und freudig mit Blickkontakt mitlaufen, jedes Kommando zügig und prompt ausführen. Die Schwierigkeit dieses Sportes liegt hier tatsächlich also in der perfekten Ausführung der einzelnen Lektionen, die je nach Prüfungsklasse stark an Schwierigkeit zunehmen. Die Übungen beschränken sich nicht nur auf die Fußarbeit, sondern ebenfalls auf Dinge wie Distanzkontrolle, Apport, Geruchsunterscheidung, Ablage, Gruppenübungen und einiges mehr.

Ich habe früh angefangen mit Lyra in dieser Richtung zu arbeiten, einfach weil es Spaß macht den Hund auf diese Weise zu beschäftigen und es auch eine Möglichkeit ist, mit einem Welpen, der noch nicht großartig springen und körperlich belastet werden darf, bedenkenlos zu arbeiten. Obedience kann man herrvoragend mit dem Clicker trainieren, was Lyra ebenfalls viel Freude bereitet. Obedience mag für den Zuschauer wenig spektakulär sein, für Hund und Hundeführer ist es aber richtiger Denksport, der viel Körperbeherrschung und ein durchdachtes Training verlangt.

Das korrekte Training für Obedience ist sehr zeitintensiv, lektionsmäßig sind wir daher auch noch ganz weit am Anfang (ich übe auch längst nicht täglich!!!), was für Lyras Alter natürlich mehr als legitim ist ;-) Über unsere Trainingsfortschritte könnt ihr regelmäßig im Tagebuch lesen!