Die Freude am Lernen
An dieser Stelle kurz ein paar Worte zur Ausbildung ... es gibt viele Wege Tieren
etwas beizubringen ... wo allerdings früher in Vereinen und Hundeplätzen noch der Kasernenton
an der Tagesordnung war und man die Hunde im Zwinger hielt, damit sie die Stunde auf
dem Platz dann "voll da" waren, geht der Trend heutzutage mehr und mehr in eine andere Richtung.
Der Wunsch nach einem harmonischen und funktionierenden Zusammenleben mit seinen Tieren
steht deutlich im Vordergrung. Aus diesem Grund haben sich einige Hundehalter
für andere Erziehungsmethoden entschieden, die mit auffallend weniger Lautstärke und
Leinenrucken auskommen.
Ich persönlich habe mich für das Clickertraining begeistert - der Clicker ist ein sekundärer
Verstärker und arbeitet über die klassische Konditionierung. Mit ihm kann man gewünschtes Verhalten
"markieren" und den Hund mit positiver Verstärkung zur Mitarbeit auffordern. Es funktioniert
wunderbar und Lyra macht es unglaublich viel Spaß :-) Das Training ist mal regelmäßiger und mal
sporadischer - meistens versuche ich neben dem normalen Spaziergang noch eine kurze
Clickersession einzubauen, doch auch das kann mal an dem einen oder anderen Tag nich klappen.
Lyra fordert die geistige Auslastung, doch mit einem "zuviel" kann man einen hibbeligen
Hund auch unnötig "aufpushen" - ich versuche die goldene Mitte für uns zu finden. Lyra
ist ein schneller Lerntyp - sie überrascht mich immer wieder aufs Neue, wie einfach ihr
es fällt neue Tricks zu lernen.
Clickertraining macht Hund und Mensch Spaß, es festigt die Bindung, der Hund lernt
spielerisch und ohne Druck und bleibt geistig und körperlich fit. Einzig der Leckerlibedarf
nimmt schon mal größere Dimensionen an, sodass man die Portionen auf jeden Fall vom Grundfutter
abziehen sollte ;-) Gerade junge Hunde lernen mit großer Begeisterung und so ist es die
beste Zeit eine gute Basis aufzubauen, auch was die Hund-Halter-Beziehung angeht. Was ein
Hund mit Spiel und Futter lernt, verknüpft er positiv und so wird ein erlerntes Verhalten
auch später, bei enstprechender Festigung immer wieder gerne gezeigt.
Mit dem Clickertraining
kann man dem Hund natürlich auch einige Tricks beibringen, die keinen besonderen
Zweck erfüllen, außer dass man den Hund natürlich geistig auslastet und aktiv Zeit mit ihm
verbringt - so mancher mag diese Art der Beschäftigung als "Pudeldressur" bezeichnen, doch ich
bin der Meinung, dass solange der Hund die Tricks mit Freude und Begeisterung ausführt, nichts
dagegen spricht, seinem Hund auch so manchen Blödsinn beizubringen ;-)